Eine Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) dauert je nach Umfang zwei bis drei Stunden und findet in Vollnarkose statt. Danach bleiben Sie ein bis zwei Tage stationär, nach einer unteren Straffung einen Tag. Zwei Wochen sollten Sie nicht arbeiten, nach 14 Tagen werden die Fäden entfernt, das Mieder tragen Sie je nach Technik vier bis acht Wochen. Dr. med. Franz Decker, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, berät dazu in Dortmund und Düsseldorf.

Die Bauchdeckenstraffung auf einen Blick

Merkmal Angabe
Behandlungsdauer je nach Umfang 2 bis 3 Stunden
Betäubung Vollnarkose
Aufenthalt 1 bis 2 Tage stationär, bei der unteren Straffung 1 Tag
Drainagen Entfernung bei der Entlassung oder 2 bis 3 Tage danach
Arbeitspause 2 Wochen, danach Arbeit ohne schwere körperliche Anstrengung
Fäden und Pflaster Entfernung nach 14 Tagen
Mieder je nach Technik 4 bis 8 Wochen
Sport, Schwimmen, Sauna ab 8 Wochen
Nach einer Muskelnaht 2 bis 3 Monate kein schweres Heben und Pressen, zusätzlich Bauchgurt
Narbenpflege bis die Narbe verblasst ist, meist 3 bis 6 Monate
Sonne und Solarium ohne Abdeckung nach etwa einem halben Jahr
Erstberatung 50 Euro, abgerechnet nach GOÄ

Wann kommt eine Bauchdeckenstraffung infrage?

Eine Bauchdeckenstraffung kommt infrage, wenn Haut und Muskulatur der Bauchwand ihre Straffheit verloren haben, etwa durch Alterung, eine Schwangerschaft oder eine Gewichtsveränderung. Typische Ausgangslagen sind:

  • eine Neigung zu schwachem Bindegewebe
  • eine zu geringe Rückbildung des Bauchgewebes nach starker Gewichtsabnahme
  • eine klassische Fettschürze, also eine deutliche Fettansammlung ober- oder unterhalb des Bauchnabels
  • eine Überdehnung des Bauchdeckengewebes durch eine Schwangerschaft
  • störende oder schmerzhafte Narben nach Operationen, zum Beispiel nach einem Kaiserschnitt
  • der Zustand nach einem Bauchdeckenbruch

Am besten geeignet ist der Eingriff nach Dr. Deckers Erfahrung für normalgewichtige Patientinnen und Patienten, die ein stabiles, niedrigeres Gewicht erreicht haben. Mehr zu den Verfahren steht auf der Seite Bauchdeckenstraffung.

Wann rät Dr. Decker von einer Bauchdeckenstraffung ab?

Bestimmte Befunde sind für Dr. Decker rote Flaggen, die er im Einzelfall mit Ihnen bespricht: starkes Übergewicht, starkes Rauchen, Grunderkrankungen wie Diabetes, Narben früherer Bauchoperationen und ein Bruch der Bauchwand. Im Erstgespräch erhebt er dazu zuerst Ihre Vorgeschichte, also die Motivation zur Operation, mögliche Grunderkrankungen und andere Risikofaktoren. Danach untersucht er Sie.

  • Starkes Übergewicht. Dann überlegen Sie gemeinsam, wie sich das Gewicht am sinnvollsten reduzieren lässt.
  • Starkes Rauchen und Diabetes. Beides kann nach der Operation das Risiko einer Wundheilungsstörung erhöhen.
  • Narben früherer Bauchoperationen. Selbst nach endoskopischen, also minimalinvasiven Eingriffen kann eine Durchblutungsstörung des Nabels drohen. Bei einer Bauchdeckenstraffung könnte das zum Untergang des Nabels führen.
  • Ein Nabel- oder Oberbauchbruch (Hernie). Bei der Untersuchung prüft Dr. Decker die Stabilität der Bauchwand. Fällt eine Hernie auf, schickt er Sie zuerst zur Abklärung in die Abdominalchirurgie. Dort wird per Ultraschall untersucht und die Hernie ab einer bestimmten Größe operativ versorgt. Sechs Monate nach diesem Eingriff können Sie sich erneut vorstellen. Dann wird beurteilt, ob eine Bauchdeckenstraffung aus ästhetischen Gründen möglich ist.

Untere Straffung oder komplette Straffung: Wie wird entschieden?

Entscheidend ist, wo der Hautüberschuss sitzt. Dr. Decker prüft ihn bei der körperlichen Untersuchung im Stehen und im Liegen.

  • Überschuss vor allem im Unterbauch, etwa ein faltiger Unterbauch über dem Venushügel: Dann kann eine untere Bauchdeckenstraffung genügen, auch kleine oder untere Abdominoplastik genannt. Die Haut des Unterbauchs wird über einen möglichst kleinen queren Schnitt unterhalb der Bikinilinie gelöst, überschüssige Haut und überschüssiges Fettgewebe werden entfernt. Der Bauchnabel bleibt unberührt, am Nabel entsteht keine weitere Narbe.
  • Überschuss über den ganzen Bauch, vielleicht sogar betont im Oberbauch: Soll der Oberbauch mitgestrafft werden und ist dort ein erheblicher Hautüberschuss erkennbar, ist eine komplette Bauchdeckenstraffung mit Versetzung (Transposition) des Nabels nötig. Auch hier verläuft der Schnitt quer unterhalb der Gürtellinie. Die Bauchdecke wird vom Oberbauch über den Schamhügel bis zum Hüftbereich gestrafft. Der Nabel wird umschnitten und am Ende der Operation an seiner natürlichen Position wieder eingesetzt, dabei entsteht eine zusätzliche feine Narbe im Nabelbereich.

Warum vermeidet Dr. Decker die Nabelverschiebung nach unten?

Weil der Nabel dabei seine innere Blutversorgung grundsätzlich komplett verliert. Bei dieser dritten, relativ selten angewandten Technik wird die Operation als Unterbauchstraffung durchgeführt, der Nabel komplett von der Bauchwand gelöst und um ein bis zwei Zentimeter nach unten verschoben. Das ist aus ästhetischen Gründen nur auf einer begrenzten Strecke möglich und kann eine leichte Erschlaffung des Oberbauchs mit korrigieren. Der Preis dafür: Eine große Bauchdeckenstraffung ist später im Leben nicht mehr möglich, weil der Nabel dann endgültig untergehen würde.

Was ist eine Rektusdiastase, und wird sie mitbehandelt?

Eine Rektusdiastase ist eine Schwäche der Bauchmuskulatur entlang der Mittellinie, ein Auseinanderweichen der Muskulatur, das nach einer Schwangerschaft oder einer starken Gewichtsabnahme bei manchen Patientinnen und Patienten bleibt. Wenn erforderlich, wird diese Lücke im selben Eingriff mit dauerhaftem Nahtmaterial stabil verschlossen. Dr. Decker spricht von einer inneren Raffnaht der Muskulatur entlang der Mittellinie. Ziel ist eine Bauchwand, die im Stehen straffer ist und sich weniger vorwölbt. Ob eine solche Naht gesetzt wurde, bestimmt später, wie lange Sie sich schonen müssen.

Wie lange bleibe ich nach der Operation in der Klinik?

Ein bis zwei Tage bei einer großen Bauchdeckenstraffung mit Versetzung des Nabels und Straffung des Oberbauchs, einen Tag bei einer unteren Bauchdeckenstraffung. Dr. Decker legt in jedem Fall Drainagen ein. Sie werden entweder bei der Entlassung oder zwei bis drei Tage danach entfernt. Nach Hause gehen Sie mit einer angepassten Miederkleidung und einem Bauchgurt, die weitere Behandlung ist ambulant.

Wie verläuft die Heilung, und wann kann ich wieder arbeiten?

Dr. Decker empfiehlt, nach dem Eingriff zwei Wochen nicht zu arbeiten und zu Hause zu bleiben. Bettlägerig sind Sie in dieser Zeit nicht: Sie können sich in der Wohnung frei bewegen und auch hinausgehen. Längere Wanderungen sollten Sie in den ersten Tagen eher vermeiden. Nach zwei Wochen ist Arbeiten wieder möglich, sofern die Arbeit keine schwere körperliche Anstrengung verlangt.

Ab wann sind Sport, Schwimmen und Sauna wieder möglich?

Nach acht Wochen. Ab dann sind Sport, Schwimmen und Sauna grundsätzlich bei allen Patientinnen und Patienten wieder möglich. Die Miederkleidung legen Sie je nach Technik nach vier bis acht Wochen ab. Bis dahin kommt es darauf an, ob die Muskulatur genäht wurde:

  • Mit Muskelnaht (bei einer Rektusdiastase): Die innere Naht braucht in den ersten zwei bis drei Monaten besondere Entlastung. Zusätzlich zum Mieder tragen Sie einen stabilisierenden Bauchgurt. Auf schweres Heben und Pressen verzichten Sie in dieser gesamten Zeit.
  • Ohne Muskelnaht, wenn im Wesentlichen der Hautfettmantel korrigiert wurde: Nach etwa zwei bis drei Wochen sind solche Belastungen nach Dr. Deckers Einschätzung hin und wieder mit eher niedrigem Risiko möglich, sofern Sie die Kompressionskleidung konsequent tragen.

Wie pflege ich die Narbe?

Zuerst mit Wund- und Heilsalbe, danach mit Narbengel oder Silikonfolie, bis die Narbe verblasst ist. Nach 14 Tagen werden der Pflasterverband und sämtliche äußeren Fäden entfernt. Die frische, noch verschorfte Wunde pflegen Sie dann ein bis zwei Wochen täglich mit einer Wund- und Heilsalbe. Dabei lösen sich die restlichen Schorfreste, bis die Narbe geschlossen, trocken und ohne Schorf ist.

Danach wechseln Sie zu einem speziellen Narbengel. Dr. Decker empfiehlt, es einmal täglich nach dem Duschen, zum Beispiel am Abend, mit leichter Massage auf die trockene Narbe aufzutragen. Statt Gel und Massage kann auch eine angepasste Silikonfolie auf die Narbe gelegt werden. Sie sorgt durch mechanischen Druck für eine Narbenoptimierung.

Die Pflege empfiehlt er, bis die Narbe komplett ausgeheilt ist. Das erkennen Sie daran, dass sie nicht mehr rot oder violett ist, sondern verblasst und sich dem Hautton angepasst hat. Erfahrungsgemäß dauert das zwischen drei und sechs Monaten.

Wann sollte ich mit der Narbe in die Sprechstunde kommen?

Sofort, wenn sich die Narbe in dieser Zeit zunehmend verschlechtert. Wird sie derber, fester oder wulstiger, hebt sie sich über das Hautniveau oder beginnt sie zu schmerzen, zu brennen oder zu jucken, besteht der Verdacht einer Hypertrophie der Narbe, eines sogenannten Narbenkeloids. Dann sollten Sie sich umgehend in der Sprechstunde vorstellen. Auch in diesem Fall gibt es Möglichkeiten, noch intensiver auf die Narbe einzuwirken.

Ab wann darf die Narbe wieder in die Sonne?

Ohne Abdeckung nach etwa einem halben Jahr, eher etwas später. Solange die Narbe ausheilt, schadet ihr direkte UV-Strahlung. Strand und Solarium sollten Sie deshalb nicht ungeschützt besuchen. Mit Abdeckung durch Kleidung oder zum Beispiel ein hautfarbenes Pflaster ist das auch im Urlaub problemlos möglich. Ist die Narbe nach drei bis sechs Monaten komplett verblasst, flach, weich und reizlos, ist das Risiko gering. Dann reicht der normale Sonnenschutz wie für die übrige Haut.

Was ist nach einer starken Gewichtsabnahme anders?

Nach einer sehr starken Gewichtsabnahme wird nicht alles in einem Eingriff gemacht, sondern schrittweise geplant. Wichtig ist, dass das Gewicht vorher stabil ist: Ideal ist die Bauchdeckenstraffung nach Erreichen eines stabilen, niedrigeren Normalgewichts.

Lässt sich die Bauchdeckenstraffung mit anderen Eingriffen kombinieren?

Ja, zum Beispiel mit einer Fettabsaugung der Taille. Nach einer Schwangerschaft bietet die Praxis neben der Bauchdeckenstraffung auch Fettabsaugung, Brustvergrößerung, Bruststraffung und Brustwarzenkorrektur an. Einen Überblick gibt die Seite Straffung nach der Schwangerschaft.

Was kostet das Erstgespräch?

Für eine ausführliche Erstberatung und Untersuchung fallen einmalig 50 Euro an, abgerechnet nach GOÄ. Bezahlt wird bar oder mit EC-Karte vor Ort. Die Kosten der Operation selbst werden individuell nach Befund und Beratung bestimmt.

Wer führt die Bauchdeckenstraffung durch?

Dr. med. Franz Decker, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Er operiert seit 1997 und ist seit 2006 ausschließlich in der ästhetischen Chirurgie tätig. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC).

Wo findet die Beratung statt?

In Dortmund und in Düsseldorf, an beiden Standorten Montag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr.

Dortmund
Ästhetikpraxis Westenhellweg
Westenhellweg 11-13, 44137 Dortmund
Telefon +49 231 22391392

Düsseldorf
Privatpraxis im KÖ-Center
Königsallee 30, 40212 Düsseldorf
Telefon +49 211 86938030

Einen Beratungstermin können Sie telefonisch oder über die Kontaktseite auch online buchen.